Künstler*innen 2019


 

 

Diego Tosi

 

Konzert mit Ensemble Flashback (Frankreich)
Samstag, 2. November, 21:00 Uhr

Double Jeu
Multimedia show
for violinist and electronics

 

Diego Tosi joined the Ensemble intercontemporain in October 2006. He performs as a soloist in the biggest cinemas around the world and interprets repertoires of all eras.


He has recorded several CDs (including works by Ravel, Scelsi, Berio and Boulez) which have won the best awards under the label "Solstice". He also undertook a full discography of the work of virtuoso violinist Pablo de Sarasate and was awarded the Cino-Del-Duca World Prize by the Academy of Fine Arts and the Enesco Prize awarded by Sacem.


He released in September 2018 a CD on the greatest pieces for violin and piano of the contemporary repertoire and a tribute to Charles Gounod for the 200 anniversary of his birth on his most famous operas, transcribed by Pablo de Sarasate. After obtaining his first prize unanimously at the Conservatoire de Paris (CNSMDP) in the class of Jean-Jacques Kantorow and Jean Lenert, he perfected himself in Bloomington (United States) with Miriam Fried and won the Avant-Scènes competition. at the third cycle at the Conservatoire de Paris.
During his training, he took part in the biggest international competitions: Paganini in Genoa, Rodrigo in Madrid, Valentino Bucchi in Rome, of which he was each time winner. In his early years, he also studied at Alexander Bendersky and won numerous awards in various international competitions (including Wattrelos, Germans Claret and Moscow).
Since 2010, he is artistic director of the festival Tautavel in music.

 

Ensemble Flashback

 

Konzert mit Ensemble Flashback (Frankreich)
Samstag, 2. November, 21:00 Uhr
Double Jeu
Multimedia show
for violinist and electronics



Created in 2012 by Alexander Vert, the Ensemble Flashback includes performers, composers, visual artists and researchers into computer music, all with the common goal of supporting and promoting today’s music and new technologies (gesture following, sound-image-gesture interaction, augmented instruments…).

Fundamentally focused on diverse expressions aimed at a wide audience,  the group carries out various activities such as creation, distribution, research and development.

It also organises cultural mediation and training activities around the projects it undertakes, at the local, national and international levels.

 

Francisco Bejarano Montes De Oca

 

Tanz Performance mit Francisco Bejarano

Freitag, 1. November, 21:00 Uhr

 

wurde in (Londrina) Brasilien als Sohn eines kolumbianischen Schauspielers und einer
peruanischen Sängerin geboren. Nach intensiver Ausbildung in diversen Tanzstilen zog es ihn 2011 nach Berlin, wo er 2014 eine Ausbildung zum staatlich geprüften Bühnentänzer erfolgreich abschloss.

 

Seitdem arbeitet er in verschiedenen Produktionen im Berliner Raum, u. a. mit Salvatore Siciliano, Friederike Hirz (Hochschule für Schauspielkunst Ernst-Busch) sowie Opera LAB Berlin.
Als Mitglied und Mitbegründer des Tanzkollektivs „bOa“ gewann er den Publikumspreis des HAU2 im Rahmen des 100 Grad Festivals.

Seit mehreren Jahren ist er in mehreren Tanz performances des Berliner Choreografen Nir de Volff/Total Brutal zu sehen. Mit dessen Produktionen er schon in Rahmen verschiedenster Projekte in China, Israel, Schottland und Deutschland aufgetreten ist.
Momentan ist er bei der Erarbeitung eines neuen Tanzstücks vom Choreografen Jair Luna im Ballhaus Naunynstraße angagiert.

 

Ensemble

Percussion Under Construction

 

Konzert mit Ensemble Percussion under construccion

Sonntag, 3. November, 19:00 Uhr
Dieses Konzert wird vom Saarländischen Rundfunk für die Sendung "Mouvement" aufgenommen.

 

Seit nunmehr 15 Jahren reißen die acht Schlagzeuger von »Percussion under Construction« ihr Publikum mit heißen Rhythmen von den Stühlen.

Das aus Mitgliedern der Schlagzeuggruppe des Saarländischen Staatsorchesters gegründete Percussionensemble spielt seit 2009 jährlich mehrere zweistündige Shows auf der Hauptbühne des Saarländischen Staatstheaters, wie das Programm „Tales from the Center of the Earth“, das sich mit der Grubenschließung im Saarland auseinandersetzte, „Visual Grooves“, ein inszenierter Live-Act mit Sound & Video und Publikumsinteraktion oder „Welcome on Board“, einem Programm auf dem Gelände des Saarbrücker Flughafens unter Einbeziehung der Geräte und Maschinen.

2015 gestaltete Percussion Under Construction u. a. die Verleihung des Deutschen Theaterpreises „Faust“ mit, 2018 waren sie erstmals beim Festival Euroclassic zu Gast. Bei ihrem aktuellen Theaterprojekt, mit dem sie seit 2017 für Furore sorgen, ist der Titel – »Recycled« – Programm:
Aus Plastikrohren, Eimern, Besen, Kisten, Flaschen oder auch dem alten Drahtesel lässt sich ein richtig fetter Schlagzeuggroove rausholen.

Die Verschmelzung von klassischer und moderner Schlagzeugliteratur und Eigenkompositionen ist längst zum Markenzeichen der Truppe mit ihren künstlerischen Leitern Matthias Weißenauer und Martin Hennecke geworden, ebenso die durchinszenierte Bühnenshow.

Außergewöhnliche Ideen der Umsetzung – wie die Erfindung spezieller selbstgebauter Instrumente (wie z.B. ein Marimbaphon aus Abflussrohren), sowie das Miteinbeziehen von Video und Soundeffekten – machen die Aufführungen zu einem aufregenden und überraschenden Erlebnis.

 

Martin Hennecke

 

Konzert mit Ensemble Percussion under construccion

Sonntag, 3. November, 19:00 Uhr
Dieses Konzert wird vom Saarländischen Rundfunk für die Sendung "Mouvement" aufgenommen.

 

Martin Hennecke ist Schlagzeuger und Komponist bei Percussion Under Construction und Stellv. Solopauker des Saarländischen Staatsorchesters Saarbrücken.

Er erreichte die 3. Runde des Deutschen Musikwettbewerbs 2013 in der Kategorie „Schlagwerk Solo“, erhielt dafür das Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs und wurde in den Ensemblekatalog „Bundesauswahl Junger Künstler“ aufgenommen.

Als Pauker war er bereits u.a. beim Gürzenich Orchester Köln, den Essener Philharmonikern, der Staatsphilharmonie Nürnberg, dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester, dem SWR-Sinfonieorchester oder dem Orchestre Philharmonique Luxemburg, als Schlagzeuger bei den Bremer Philharmonikern, den Bamberger Sinfonikern, dem Nationaltheaterorchester Mannheim, der Badischen Staatskapelle Karlsruhe, den Stuttgarter Philharmonikern, der Deutschen Radiophiharmonie oder dem Qatar Philharmonic Orchestra zu Gast.

Aufgewachsen in Köln, studierte er ab 2006 Musik mit Hauptfach Schlagzeug bei Prof. Franz Lang in Trossingen. Nach einem Jahr Orchestererfahrung als Praktikant im Orchester des Pfalztheaters Kaiserslautern gehört er seit 2009 dem Saarländischen Staatsorchester an.

Neben durchinszenierten Bühnenshows mit dem Ensemble „Percussion Under Construction“, dessen Co-Leiter er ist, komponiert er mit einem Schwerpunkt auf Schlagzeug und Elektronik. In der Spielzeit 18/19 wurden neue Kompositionen u.a. in einer Produktion des Saarländischen Staatsballets, dem Schauspiel „Philipp Lahm“ in der Sparte4 des Staatstheaters, dem Festival Euroclassic, dem Zappanale-Festival und bei Evimus uraufgeführt.

 Foto: Alexander Vejnovic / das fotostudio düsseldorf
Foto: Alexander Vejnovic / das fotostudio düsseldorf

 

Martin Tchiba

 

Konzert mit Martin Tchiba

Freitag, 1. November, 19:00 Uhr

 

 

Der Pianist und Komponist Martin Tchiba wurde 1982 in Budapest geboren und lebt seit 1985 in Deutschland. Er verfolgt als Pianist eine internationale Konzerttätigkeit an Adressen wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Tokyo Opera City Recital Hall, dem Herbstfestival Budapest, dem Spoleto Festival und vielen anderen. Jüngst erregte sein Social-Media-Klavier-Projekt "WIReless" in der Tonhalle Düsseldorf viel Aufsehen (www.wireless-piano.com). Tchiba spielte zahlreiche Uraufführungen, u. a. von Gerhard Stäbler, Moritz Eggert, Johannes Kreidler, György Kurtág, Sarah Nemtsov und Alwynne Pritchard.

Seine CDs, erschienen bei den Labels Naxos, Telos, Hungaroton, Challenge Classics und Spektral, wurden von der führenden internationalen Musikpresse mit vielen positiven Rezensionen bedacht (Diapason, Le Monde de la Musique, Gramophone, BBC Music Magazine, Fono Forum, Rondo, Crescendo, Ensemble, Musik & Theater Zürich, Het Parool Amsterdam, Ritmo, Die Zeit, Neue Musikzeitung, Neue Zeitschrift für Musik, American Record Guide u. a.) und werden weltweit von Rundfunkanstalten ausgestrahlt. Seine Aufnahme der Fantasie op. 116 Nr. 4 von Johannes Brahms wurde bislang über 15 Millionen Mal bei "Spotify" angehört und gehört somit zu den besonders erfolgreichen Klassik-Tracks auf dieser Plattform. Soeben ist in Zusammenarbeit mit dem SWR Baden-Baden Martin Tchibas neue CD mit dem Gesamt-Klavierwerk des Komponisten Johannes Kreidler erschienen (www.tchiba.com/edition). Tchiba machte zahlreiche Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen, u. a. bei den Sendern WDR Köln, SWR, SR, Bayerischer Rundfunk, Deutschlandradio Kultur, Ungarischer und Niederländischer Rundfunk. Das Berliner RBB Kulturradio und das SR 2 KulturRadio strahlten ausführliche Porträt-Sendungen über den Pianisten aus. Das Niederländische Fernsehen machte Aufnahmen im "Bimhuis" im Muziekgebouw Amsterdam.

Nach früher pianistischer Ausbildung bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover und herausragenden Erfolgen in Jugendwettbewerben studierte Martin Tchiba Klavier bei Thomas Duis an der HfM Saar und bei Jean-Jacques Dünki an der Musikakademie Basel. In den Bereichen Komposition und Kammermusik lernte er auch bei Michael Denhoff in Bonn, zudem besuchte er die Analyse-Seminare von Theo Brandmüller.

2002 erhielt Tchiba das Förderstipendium der Landeshauptstadt Saarbrücken. Er war Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung (2003-2006) und des DAAD (2006-2007). Ebenfalls wurde er von der Kunststiftung NRW gefördert. 2018 wurde Martin Tchiba mit dem Förderpreis für Musik der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet.

2006-2007 war er künstlerischer Leiter eines durch die Kulturstiftung des Bundes unterstützten Projekts zum Thema "innovative Musikvermittlung" im Rahmen von "Bipolar - deutsch-ungarische Kulturprojekte". Zusätzlich zu seiner pianistischen Tätigkeit widmet sich Tchiba auch intensiv der Komposition. Es gibt vielfältige internationale Aufführungen, z. B. bei der Internationalen Gaudeamus-Musikwoche in Amsterdam und beim aDevantgarde-Festival in München.

 

 

Ender Vielma und Olivia Artner

 

Konzert mit Ender Vielma und Olivia Artner*

 

Musik für Gitarre und Elektronik
Samstag, 2. November, 19:00 Uhr

 

*Mit freundlicher Unterstützung von eSpace - Studio für experimentelle und elektronische Musik HfM Saar

 

 

 

Ender Vielma, geboren 1990 in Venezuela. Er studierte Bachelor of Music an der ULA- Venezuela, Master Gitarre bei Prof. Stefan Jenzer, Master Neue Musik bei Prof. Stefan Litwin und Konzertexamen an der HfM Saar.
Ender Vielma realisierte Konzerte als Solist und in unterschiedlichen Ensembles in Venezuela, Kolumbien, Spanien, Italien, Vatikanstadt, Schweiz und Deutschland. Zurzeit ist er als Gitarrenlehrer tätig an der Herzog Christian Musikschule Zweibrücken sowie an der Musikschule der Landeshauptstadt Saarbrücken. Während seiner professionellen Ausbildung besuchte er unter anderem Meisterkurse bei Costas Cotsiolis, Álvaro Pierri, Helmut Lachenmann, Enno Poppe etc.
Ender Vielma hat an verschiedenen Neue Musik - Produktionen als Gitarrist sowie Banjospieler mitgewirkt, z.B.: “Gegen die Dummheit” am Saarländischen Staatstheater 2016, CD Aufnahme “Nacht mit Gästen” 2017, “Hybrid Sound Fields” 2017. Er war Stipendiat des DAAD und des Vereines Live Musik Now Jehudi Menuhin.


Olivia Artner, geboren 1994 in Österreich, hat ihren Bachelorabschluss im Hauptfach Mandoline an der HfM Saar absolviert. Die instrumentale Ausbildung setzt sie momentan im Masterstudium bei Juan Carlos Muñoz fort, außerdem studiert sie Komposition bei Arnulf Herrmann. Seit 2019 ist sie Tutorin des Elektronischen Studio der HfM Saar eSpace. Neben internationalen Konzerttätigkeiten sowie pädagogischem Wirken auf Workshops und Kursen konzentriert sich Olivia Artner vor allem auf multimediale Zusammenarbeiten: darunter das Performance-Kollektiv Champagnerperlen, welches seit 2017 in Wien und Graz auftritt, sowie Filmmusik für mehrere Kurzfilme und -dokumentationen (“Pedro” 2018, “Entbindung” 2017 (Regie N.N. Schmidt), “Weinhaus” 2015 (Regie A. Raye), “The bottom line” (Regie K. Lorenzo)). 2018 produzierte sie in Kooperation mit N.N. Schmidt die audiovisuelle Installation “tapetum lucidum”. Olivia Artner und Ender Vielma haben sich während ihrem Studium an der HfM Saar kennengelernt und arbeiten seit 2017 in verschiedenen Konstellationen zusammen.



 

Nika Jonsson und Volker Schütz

 

Oszilloskopischen Performance

Eröffnungskonzert eviMus 2019

Donnerstag, 31. Oktober, 19:00 Uhr

 

Am Anfang war der Punkt.

Nika Jonsson und Volker Schütz eröffnen in diesem Jahr das EviMus-Festival für elektroakustische und visuelle Musik mit einer oszilloskopischen Performance, bei der Ton und Bild untrennbar zusammenhängen. Sie erzeugen mit mathematischen, künstlerischen und musikalischen Verfahren Signale, die sich sowohl als hörbare Schwingungen, als auch als sichtbare Grafiken in einem historischen Oszilloskop darstellen lassen.

Es gibt dabei nur ein Signal, das beides zugleich hervorbringt.

Dabei müssen Bild und Ton in ihrem Gebiet jeweils Abstriche machen, um das jeweils andere zu ermöglichen. Aus dieser Einschränkung entwickelt sich bei Jonsson und Schütz ein großer, skurriler Reichtum, ein neuer, ungehörter Formenschatz, der mal eben die Gesetze der Musik auf den Kopf stellt, um aus einer simplen Schwingung ein gegenständliches Bild zu erzeugen.

Ihr "Konzert" beginnt somit mit dem elementarsten grafischen Element, dem Punkt. Dann folgen eine Linie, mehrere Linien und dann Bäume, Hasen und Außerirdische! Die den Bildern innewohnende Musik ist stets mit dabei, man kann ihre Abhängigkeiten sehen und hören und wenn der musikalische Teil die Führung übernimmt, dann brechen die fragilen Grafiken auf's Schönste zusammen. Ein spannendes Erlebnis zwischen Unfug, Kunst und Wissenschaft ...

 

Volker Schütz ist Medienkünstler, verfügt über eine Körperteilverlängerungsmaschine, fälscht in der Forschungsstelle für Fiktionale Mykologie Pilze und erzeugt Kunst mit Algorithmen und Maschinen.

volkerschuetz.de

 

Nika Jonsson erzeugt Schwingungen durch den Einsatz ihrer Stimmbänder und weitet gerade ihr Forschungsgebiet von Feenmythologie beim Projekt "Trallskogen" auf außerirdische Lebensformen aus.

annikajonsson.de